Kantone setzen zunehmend auf eigene elektronische Identitäten und Behördenportale

eOperations Schweiz hat Ende August unter den Mitgliedern der interkantonalen Fachgruppe E-Government eine Umfrage zu elektronischen Identitäten und Portalen durchgeführt. Die Antworten der 15 teilnehmenden Kantone weisen darauf hin, dass die Mehrzahl der Kantone bis im Jahr 2023/2024 eigene elektronische Identitäten und – mehr noch - Portale für digitale Behördenleistungen einsetzen wird.

Aus Anlass der regelmässig stattfindenden Workshops der interkantonalen Fachgruppe E-Government der Schweizerischen Staatsschreiberkonferenz (SSK) hat eOperations Schweiz im August 2021 eine Umfrage unter den Mitgliedern durchgeführt. Aufgrund von Abwesenheiten war keine Vollerhebung möglich, Vertreter von 15 Kantonen haben sich an der Umfrage beteiligt.

Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Drittel der antwortenden Kantone bereits eine eigene elektronische Identität herausgeben oder beabsichtigen, eine solche einzuführen. Bei den Portalen für digitale Behördenleistungen ist das Bild noch deutlicher, über 80 % der antwortenden Kantone bieten bereits ein Portal an oder planen, dies in den nächsten Jahren zu tun.

Für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategien der Kantone sind aufeinander abgestimmte Lösungen für das Portal, die elektronische Identität resp. das Login und das Access-Management (IAM) entscheidend. Deshalb investieren sie in eigene elektronische Identitäten, auch wenn sich ein grosser Teil eine einheitliche staatliche E-ID wünschen würde. Eine solche wird aber in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich nicht verfügbar sein.

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