Die Kantone beschaffen gemeinsam mit 45 Gemeinden und Organisationen Telecom-Standardleistungen

eOperations Schweiz hat im Auftrag der Schweizerischen Informatikkonferenz und von 70 weiteren Gemeinwesen im Beschaffungsprojekt «Telecom-Standardleistungen» die Zuschläge erteilt. Das Pionierprojekt hat die beteiligten Kantone und Gemeinden von eigenen Beschaffungen entlastet und wird ihnen beim Einkauf von Telekommunikationsleistungen namhafte Einsparungen ermöglichen.

eOperations Schweiz hat als projektverantwortliche Organisation der Ausschreibung «Telecom-Standardleistungen» am 4. Dezember 2020 den Anbietern das Submissionsergebnis mitgeteilt. Den Zuschlag erhalten haben folgende Anbieter:

Los 1: Mobilfunk Voice und Daten: Salt, Sunrise und Swisscom (eingereichte Angebote: 3)

Los 2: Mobilfunk Maschine-zu-Maschine: Sunrise und Swisscom (eingereichte Angebote: 2)

Los 3: Festnetztelefonie Einzelanschlüsse: Sunrise, UPC und VTX (eingereichte Angebote: 3)

Los 4: Festnetztelefonie SIP-Trunk-Anschlüsse: Unterlos 4-11 (alle Bedarfsstellen): Sunrise, UPC und VTX (eingereichte Angebote: 3)

Los 5: Breitbandanschlüsse für Internet und Carrier-WAN: Unterlos 5-11 (alle Bedarfsstellen): Sunrise, UPC und VTX (eingereichte Angebote: 3), Unterlos 5-4 (Bedarfsstellen Stadt Bern und Köniz): NTS (eingereichte Angebote: 1)

eOperations Schweiz handelt im Auftrag der Schweizerischen Informatikkonferenz und von 70 weiteren Bedarfsstellen, die das Projekt gleichzeitig auch gemeinsam finanziert haben. Unter den Bedarfsstellen sind nebst der SIK alle Kantone, 36 grosse Gemeinden und 8 Organisationen von Kantonen und Gemeinden. Das Projekt geht auf eine Initiative der Schweizerischen Informatikkonferenz zurück. In der von eOperations Schweiz geführten Projektorganisation haben Telekommunikations- und Rechtsspezialisten von SIK-Mitgliedern gearbeitet. Gesteuert wurde das Projekt von einem Ausschuss, ebenfalls gebildet aus Vertretern der SIK. eOperations Schweiz wird mit den Zuschlagsempfängern (vorbehältlich allfälliger Rechtsmittelverfahren) die Rahmenvereinbarungen abschliessen, unter deren Dach die Bedarfsstellen autonom Bezugsverträge schliessen und zu günstigen Konditionen Leistungen beziehen können.

Hinsichtlich der Anzahl beteiligter Gemeinwesen und des Umfangs an Leistungen handelt es sich um ein bisher einmaliges Beschaffungsvorhaben. Der Nutzen ist ein doppelter: Statt 71 separaten Ausschreibungen hat eine einzige, gemeinsame Beschaffung die beteiligten Kantone und Gemeinden, aber auch die Anbieter entlastet. Während Laufzeit der Rahmenvereinbarungen werden die beteiligten Gemeinwesen erhebliche Kosteneinsparungen beim Einkauf von Telekommunikationsleistungen erzielen können.

eOperations Schweiz AG wurde 2018 durch die Schweizerische Informatikkonferenz gegründet und ist das Ergebnis eines von E-Government Schweiz geförderten Projekts. Der Zweck von eOperations Schweiz ist der gemeinsame Aufbau und Betrieb von IT-Lösungen für digitalisierte Behördenleistungen von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie von gemeinsamen Beschaffungen. Die Gesellschaft ist im ausschliesslichen Besitz der Gründerin SIK und von 85 weiteren Aktionären der öffentlichen Hand, darunter alle Kantone. Die Geschäftstätigkeit von eOperations Schweiz als öffentliches Unternehmen ist nicht gewinnorientiert.

Die 1975 gegründete Schweizerische Informatikkonferenz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und wird vom Bund, den Kantonen und Städten getragen. Ihr Hauptziel ist die Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

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